Wie verstehe ich, was meine Ärzt*in mir damit sagen will?

Meine Ärztin hat jetzt kürzlich zu mir gesagt, ein weiterer „Ausbruch“ einer Krankheit, die ich mal hatte, sei nicht zu erwarten.

Ich frag mich jetzt, warum im Deutschen Krankheiten eigentlich „ausbrechen“. Als wären die immer da, bloß irgendwo im Körper schön eingesperrt und würden jetzt manchmal eben über den Zaun klettern.

Lustig ist, wenn man in Leo nachschaut, wie das übersetzt auf Englisch heißt: Sich eine Krankheit zuziehen/sich mit einer Krankheit anstecken heißt in dieser schönen Sprache „to contract a disease“.

Während wir Deutschen also irgendwie so reden, als wären Krankheiten Häftlinge, die man einsperren, aber nicht wirklich loswerden kann, sind die Engländer auch in diesem Feld Vertragstheoretiker*innen und stellen sich das krank werden eher vor wie einen Deal mit ner Krankheit: „Hey, Grippe, ich hab keinen Bock, morgen zur Arbeit zu gehen, können wir da vielleicht ins Geschäft kommen?“

Ich werde meiner Ärztin beim nächsten Termin sagen, dass ich den Vertrag mit dieser alten Krankheit jetzt gekündigt habe, weil die gegen die Vertragsbedingungen verstoßen hat, indem sie dauernd ausgebrochen ist. Mal sehen, wie das deutsche Gesundheitswesen in Gestalt meiner Ärztin darauf reagiert.

Eine Antwort auf „Wie verstehe ich, was meine Ärzt*in mir damit sagen will?“

  1. Hey. Manche Krankheiten brechen tatsächlich aus. Nimm zum Beispiel die sogenannte Gürtelrose. Da hängen die Viren, die in der Kindheit Windpocken ausgelöst haben, einfach noch die ganze Zeit in einem rum und sorgen Jahre später dann für Herpes Zoster.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.